Verliebt in Portugal

Material, Stricken, Unterwegs
Im Surferparadies Nazare.
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Mallorca

Stricken, Unterwegs

Während ich im Sommer viel auf meinem Rennrad unterwegs war, stricke ich nun auch wieder öfter. Gerade bin ich auf der Rückreise von Mallorca, wo ich auch hauptsächlich des Rennradfahrens wegen war, aber natürlich habe ich auch mein Strickzeug dabei gehabt. Besonders am Flughafen lässt sich so die Zeit gut überbrücken. Erstaunt bin ich immernoch, wenn ich mit meinen Stricknadeln durch die Sicherheitskontrolle komme. Langsam gewöhne ich mich daran. Zwar bin ich kein Vielflieger, aber noch nie musste ich die Nadeln abgeben. Zuletzt war ich immer mit einer 2,5 mm Rundstricknadel unterwegs.

Auf Mallorca war ich das zweite Mal, dieses Mal haben wir, mein Vater und ich, den nördlichen Teil erkundet. Bis auf zwei Regentage war das Wetter sehr gut, und im Vergleich zum nasskalten Wetter zuhause will ich mich gar nicht beklagen.

Noch mehr als bei meinem letzten Besuch sind mir die vielen Schafe aufgefallen. Ich habe Unmengen von Schafen gesehen. Oft sind wir auf kleinen Nebenstraßen gefahren, vorbei an Gehöften und Plantagen. Und zu allermeist wird man schon gleich durch die Glocken, die viele Schafe hier tragen, auf sie aufmerksam.

Verstrickt habe ich ein handgesponnenes Garn, das ich schon seit mindestens drei Jahren in meinem Vorrat habe. Ich habe ein angefangenes Paar beendet und ein zweites begonnen.

Das Muster stammt von knitty.com und heißt „Breeze„. Ich habe es mal wieder leicht abgewandelt.

Leipzig

Material, Unterwegs

Eigentlich will ich tatsächlich schon seit Wochen einen neuen Eintrag in meinen Blog schreiben, aber es scheitert immer an den Fotos. Ich habe neue Garne gesponnen, nur leider schaffe ich es nicht, mal vernünftige Fotos zu machen. Mit diesem grauen Herbstwetter ist meine Handykamera ziemlich überfordert, und wenn es mal schön hell ist, arbeite ich gerade.

Naja, das wird schon noch werden, bis dahin kann ich ja mal über meinen heutigen Ausflug nach Leipzig berichten. Ich hatte dort mittags einen Termin und mir extra eine Rückfahrt für den frühen Abend gebucht, um mich mal ein bisschen umschauen zu können. Erst bin ich etwas durch die Innenstadt geschlendert, da gibt es ja einige sehr schöne alte Gebäude. Der Rest setzt sich aus den üblichen Shoppingtempeln zusammen, die in jeder Stadt gleich aussehen. Dann war ich noch kurz am Völkerschlachtdenkmal, aber reingehen wollte ich bei 6 € Eintritt und nicht allzuviel Zeit meinerseits nicht. Das mache ich lieber ein ander Mal. Überhaupt war das heute so ein richtig grauer Tag, nicht so toll für eine Stadtbesichtigung.

Natürlich wollte ich auch noch ein Wollgeschäft besuchen, und fast hätte ich keine Zeit mehr gehabt. Bei einem Kaffee im Hauptbahnhof habe ich mir das LE- Näh-Cafe und Strick-Cafe rausgesucht, und dann habe ich noch in Erfahrung gebracht, dass das gar nicht so weit weg ist. Meine ÖPNV-App funktioniert bestens in Berlin, aber in Leipzig wollte sie mich glatt nötigen, die S-Bahn zu nehmen, die wegen das Lokführerstreiks aber gar nicht fuhr. Die S-Bahn wäre wahrscheinlich eh komplizierter gewesen, weil man vom Haupbahnhof mit den Straßenbahnlinien 10 oder 11 in nur vier Stationen beim Laden ist.

Jetzt zum Laden selbst. Der Laden, dessen Inhaber das jährliche Leipziger Wollefest ausrichten, liegt etwas zurückgesetzt von der Straße, weswegen ich zunächst einmal vorbeigelaufen war. Dann habe ich ihn doch gefunden und war überrascht, dass er so ganz anders aussah, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Es gibt viel Platz, aber ich empfand es nicht gerade als gemütlich. Ich hatte nur ein paar Minuten Zeit, was jedoch gar nicht schlimm war, weil mich nichts zum verweilen eingeladen hat. Irgendwie finde ich das schade, denn die Idee einer Kombination aus Wollladen und Stricktreff finde ich gut.

Das Sortiment an Wolle hat mich nicht so sehr angesprochen, im Nachhinein hat es mich ein bisschen an die Wollabteilung von Karstadt erinnert. Natürlich wollte ich aber unbedingt etwas mitnehmen, darum habe ich mich gefreut, dass es dort Sockenwolle von Zitron gab. Der Preis von 6,75 € hat mich positiv überrascht, hier habe ich dann also das gesparte Eintrittsgeld vom Völkerschlachtdenkmal investiert. Spinnfasern gab es leider keine mehr, die wurden aus dem Programm genommen und werden nur auf dem Wollefest von den entsprechenden Händlern beziehungsweise Handfärbern angeboten. Schade, darauf hatte ich sehr gehofft.

Mein Fazit: Wenn man in der Nähe ist, kann man mal vorbeischauen. Es gibt auch Stoffe, aber dazu kann ich nicht viel sagen. Einen großen Umweg würde ich persönlich nicht fahren, dafür passt das Angebot zu wenig zu meinen Vorlieben. Fairerweise muss ich aber hinzufügen, dass ich wirklich nur kurz im Laden war. Zudem ist der Laden wohl erst vor ein paar Wochen in diese Räumlichkeit umgezogen.

Kennt ihr noch andere Läden in Leipzig, die man mal besuchen sollte? Oder welche Wollgeschäfte sind euch auf euren Reisen in andere Städte besonders in Erinnerung geblieben? Wo kann man eine Stadtbesichtigung besonder gut mit einer Wollladenbesichtigung kombinieren?

Inter City

Stricken, Unterwegs

Am Wochenende war ich kurz bei meinen Eltern zu Besuch. Hin mit dem Auto, zurück mit der Bahn. Aus irgendeinem Grund hatte ich mich entschieden, nicht wie üblicherweise den ICE, sondern nur den IC zu nehmen. Das war eine gute Entscheidung. Die Fahrzeit ist nur wenige Minuten länger, dafür ist es nicht so voll. Die etwas in die Jahre gekommenen Wagons haben mich an meine Kindheit erinnert, und so ein paar Haltebahnhöfe unterwegs, an denen der ICE nur vorbeisaust, gehören doch eigentlich zum Bahnfahren dazu. Jedenfalls habe ich die Fahrt genossen und bin wesentlich entspannter angekommen.

Zufällig kam ich auch am fast menschenleeren Speisewagen vorbei, in dem ich mich dann niederließ. Diesen Teil des Zuges habe ich aus meiner Kindheit nur als einen Ort in Erinnerung, an dem man nicht sein kann, weil alles so teuer ist. Durch den Kauf einer Apfelschorle erwarb ich nun das Recht, die Fahrt dort verbringen zu dürfen, auch wenn es wohl ohne dieses auch niemanden gestört hätte. Die Erscheinung des Speisewagens hat mich übrigens, wenn auch aus einer ganz anderen Epoche stammend, sehr an einen meiner Lieblingsfilme erinert: „Mord im Orientexpress“ Das muss wohl an den Lampen gelegen haben.Und wie man sieht, hatte ich zum Glück auch etwas zu stricken dabei.

İstanbul

Material, Stricken, Unterwegs

Ich war ein paar wenige Tage auf Seminarfahrt in İstanbul und konnte neben der Studienarbeit etwas die Stadt erkunden.

Das war mein dritter Besuch in İstanbul, aber das erste Mal habe ich auch nach Wolle Ausschau gehalten. Auf ravelry.com hatte ich vom Kürkçü Han gelesen, einem kleinen Teil des Marktviertels zwischen ägyptischem und großem Basar. Der Markt ist ein wenig versteckt und befindet sich auf einem Hof, zu dem es zwei Eingänge gibt. Während einer der Eingänge dank eines recht verwitterten Schildes kaum zu erkennen ist, kann man den anderen Eingang gut finden, wenn man auf die große Werbetafel des türkischen Garnherstellers Nako achtet.


Auf dem Hof gibt es viele Läden, von denen einige Wolle verkaufen, und auf der Galerie finden sich noch mehr Läden, die mir auch etwas besser sortiert schienen. Leider wird ja in der Türkei unglaublich viel mit Plastikgarnen gestrickt, weswegen es ziemlich schwer war, Garne mit einem hohen Wollanteil zu finden. Ich wollte auch nicht in jedem Laden lange suchen, da ich gleich von den Händlern angesprochen wurde und sie wissen wollten, was ich genau brauche.

Meinem Eindruck nach unterscheiden sich die Läden kaum von denen, die ich aus Ankara kenne, und die positiven Berichte anderer Besucher kann ich nur bedingt teilen. Da ich nun aber schon einmal da war, habe ich ein paar Knäuel des schrecklichen Acrylgarnes gekauft, um daraus Patik zu stricken. Diese Knäuel mit den leuchtenden Farben haben zwischen 50 und 80 Cent gekostet. Dazu kamen dann noch zwei Farbverlaufsgarne in Lacestärke (leider auch Acryl, je 1,60 €)) für eine Freundin, die mich gebeten hatte, ihr diese mitzubringen.

Ein kleines Paar Patik habe ich auch noch mitgenommen. Der Preis von 3 Lira (circa 1,40 €) war schon fast beschämend, und am liebsten hätte ich bei der Strickerin selbst gekauft, um ihr etwas mehr zu geben.