Armenische Socken

Aus Steffi Lindens Buch „Socken aus aller Welt“ habe ich dieses Paar gestrickt. Eine Kollegin strickt sie gerade und ich musste sie dann unbedingt ebenfalls anschlagen. Immerhin habe ich nicht das passende Garn gekauft, sondern in meinem Bestand gekramt und mich für eine knallige Farbkombination entschieden.

Als Hintergrund zum Neongrün habe ich ein Verlaufsgarn ausgesucht, Color Flow von Ferner. Die Färbungen dieser Garnserie finde ich sehr schön, aber die Qualität lässt wirklich zu wünschen übrig. Ich hatte ein besonders schlechtes Knäuel erwischt, bei dem die Garnstärke zwischen bauschig und fast unversponnen und Nähzwirnstärke schwankte. Zum Glück habe ich durch das grüne Garn etwas Stabilität in die Sache bringen können.

Ich habe mich ziemlich genau an die Anleitung gehalten. Aber alles hat mir nicht gefallen und einen Fehler gab es auch. Ich habe natürlich nicht nach dem Errata gesucht, aber hinterher erfahren, dass es für dieses Buch ein relativ umfangreiches Fehlerverzeichnis geben soll.

Also: Das Bündchen erstmal ein paar Runden länger und vor allem mit weniger Maschen. Bei meiner Kollegin, die genau nach Anleitung strickt, ist das Bündchen sehr locker geworden. Ich habe 64 Maschen angeschlagen und für das Einstrickmuster auf 84 erhöht. Sowieso ist bei mir die goldene Regel, für 3 einfarbig gestrickte Maschen eine Masche bei mehrfarbig Gestricktem zu erhöhen. Das heißt, wenn ich eine Socke mit 60 Maschen stricke, erhöhe ich für das Muster auf 80. Es kommt natürlich auch immer auf die Nadelstärke und das Muster an, und im Zweifelsfall nehme ich lieber mehr zu als weniger. Aber als Faustformel hat sich (bei meiner Strickweise, das kann bei Euch wieder anders sein) dieses Verhältnis bewährt.

Den Schaft habe ich um einen halben Rapport verlängert, weil er mir doch ziemlich kurz erschien. Dafür habe ich den Fuß früher beendet, der wäre fast zu lang geworden. Komisch, bin schonmal gespannt, wie das bei meiner Kollegin wird. Durch diese Verkürzung ist aber das Muster auf der Sohle weit an die Spitze herangerutscht, und das gefällt mir leider überhaupt nicht und ist für mich das größte Ärgernis an diesem Projekt.

Ursprünglich wollte ich die Socken ja für mich stricken, hatte jedoch während des Strickens immer wieder Zweifel, ob ich für die Farben mutig genug bin. Am Ende habe ich sie dann doch weiterverschenkt.

Ich kann mir schon vorstellen, dieses Muster nocheinmal zu stricken. Dann aber vielleicht mit mehrfarbiger Ferse und Spitze. Zum Beispiel wie in dieser Version.

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3 Antworten zu “Armenische Socken

  1. Boah ey – ein Paar schöner als das andere! Diese hier finde ich nun gar nicht so knallig und der Farbverlauf im Muster ist richtig Klasse! Ferse und Spitze einfarbig gefällt mir gut – versuch doch mal in schwarz mit einem Farbverlaufsgarn in hellen leuchtenden Farben – das sähe bestimmt auch super aus. LG Andrea

  2. Die sehen ja ganz phantastisch aus. Da muss man wohl voll konzentriert stricken, ich glaube, die Geduld hätte ich nicht.

    • Danke. Das sind ja geometrische Muster, wo jede Reihe auf der vorherigen aubaut. Das macht man nach ein oder zwei Mustersätzen schon fast unterbewußt. So schlimm ist das also nicht mit der Konzentration.

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