Faserstashabbau

Unter anderem aus meinen Färbeversuchen hatte ich noch ein paar Kammzüge, die ich endlich mal verarbeiten musste. Etwas langweilig war es zu Beginn schon, weil alle ähnliche und matte Farben hatten. Mir war es leider nicht gelungen, so richtig leuchtende Farben auf die Wolle zu bringen. Nach einigen Monaten Spinnabstinenz habe ich jetzt wieder öfter an meinem Ashford Traditional gesessen, und meine Spinnfähigkeiten haben sich wieder etwas verbessert. Beispielsweise spinne ich jetzt wieder mit einer kleineren Übersetzung und verzwirne lieber mit etwas Überdrall. Der Überdrall verschwindet in der Regel nach dem Waschen des fertigen Garnes.

Hier aber jetzt endlich die Fotos (die leider die Farben nicht ganz echt wiedergeben):

Zunächst ein großer Strang aus meinen eigenen Färbungen. Hier wurden zwei verschiedene Kammzüge ausgesponnen und miteinander zu einem zweifädigen Garn verzwirnt. Die Lauflänge habe ich nicht gemessen, die Stärke entspricht ungefähr sechsfädiger Sockenwolle.

Diese beiden Stränge stammen aus einem gekauften Kammzug, der hauptsächlich in Grau- und Rosatönen gefärbt war. Ich habe ihn zuerst den Farben entsprechend auseinandergezupft und dann – in Ermangelung von Handkarden ohne vorheriges Kardieren – jeweils zu einem zweifädigen Garn verarbeitet. Die Idee ist, mit den beiden Garnen etwas in der Fair-Isle-Technik zu stricken, vielleicht einen Cowl. Ob der Kontrast groß genug ist, wird sich aber erst noch zeigen müssen.

Dies ist wieder ein selbstgefärbter Kammzug, den ich kettengezwirnt habe. Ich hatte mir viel Mühe gegeben, möglichst dünn zu spinnen, damit das dreifädige Garn nicht zu dick wird. Dementsprechend hat die Herstellung auch eine ganze Weile gedauert. Jetzt ist es etwas dicker als Sockenwolle, vielleicht eher in Richtung sechsfacher.

Nicht lange gedauert hat hingegen dieses Garn. Es besteht auch aus zwei Kammzügen, die ich vor Ewigkeiten mal beim Wollschaf gekauft hatte. Jeweils etwas dicker ausgesponnen und zusammengezwirnt ergab sich ein dickes Garn, das womöglich auch mal ein Cowl wird.

Letztendlich noch zwei Spulenreste, die ich zwischendurch mal schnell miteinander verzwirnt habe.

Jetzt sind in meinem Vorrat nur noch drei meiner eigenen Färbungen, die ich einfach zu einem dreifädigen Garn verarbeiten werde. Danach darf ich mir mit gutem Gewissen auch mal wieder Fasern kaufen, dann aber in richtig bunten Farben. Übrigens habe ich vor kurzem erst sehr preisgünstig ein ganzes Kilogramm Texel erworben. Die Gelegenheit war da, also habe ich ohne viel Nachzudenken zugeschlagen. Der Plan ist, daraus mal einen Pullover für mich zu machen. Ob ich jedoch wirklich die Ausdauer habe, so viel weiße Wolle zu verspinnen, da bin ich mir nicht ganz sicher.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s