Fair Isle Weste

Meine Fair Isle Weste ist nun (fast) fertig. Allerdings habe ich gelernt, dass es sich dabei wohl eher um einen Pullunder handelt. Wie es auch immer heißt, ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Ich hoffe sehr, dass es passt, den ich habe diesmal alles ganz brav nach Vorschrift gemacht. Ich habe Maschenproben gestrickt, Maße genommen, skizziert und gerechnet und zwischendurch immer wieder nachgemessen.

Wie beim Fair Isle Stricken üblich, habe ich das ganze Stück in Runden gestrickt. Das hat den Vorteil, dass man keine linken Maschen stricken muss (was ich wirklich nicht besonders mag) und auch ständig die Vorderseite im Blick hat. Die Öffnungen für die Arme und der Ausschnitt werden mittels sogenannter Steeks realisiert.

Ein Steek überbrückt die Öffnung und wird später aufgeschnitten. Für den Arm legt man beispielsweise die Unterarmmaschen still, schlägt 8 bis 12 Steekmaschen an und strickt auf der anderen Seite im Muster weiter. In den folgenden Runden arbeitet man über den eben angeschlagenen Maschen den Steek, wobei  abwechselnd  jeweils eine Masche in einer Farbe gestrickt wird.

Eventuell nötige Abnahmen werden jeweils links und rechts vom Steek gestrickt und am Ende kettet man die Steekmaschen ab. Jetzt könnte man, sofern man echtes Shetlandgarn verwendet, den Steek in der Mitte der Länge nach durchschneiden. Shetlandgarne haben nämlich die Eigenschaft, sich durch ihre krausen Fasern leicht miteinander zu verhaken, weswegen die Maschen sich kaum aufribbeln, wenn man in das Gestrick hineinschneidet. Falls anderes Garn benutzt wird oder man (so wie ich) lieber etwas vorsichtig ist, kann man die Maschen vor dem Schneiden auch auf beiden Seiten sichern. Das kann mit einer Nähmaschine geschehen, oder indem die Maschen mittels Kettmaschen zusammengehäkelt werden.

In diesem Bild könnt Ihr erkennen, dass ich meinen Steek übervorsichtigerweise sogar zweimal auf jeder Seite gesichert habe. Einmal hätte auf jeden Fall auch gereicht, und so werde ich da nochmal ein Stück abschneiden. Wenn ich an den Nähten etwas Material wegnehme, wird es dort auch noch etwas flacher.

Die nach innen umgeklappten Steeks könnte man noch festnähen, aber mit dieser wunderbaren Wolle filzen sie sowieso nach wenigem Waschen und Tragen fest.

Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob die Fäden vernäht oder einfach nur verknotet, gekürzt und zum Anfilzen hängen gelassen werden. Ann Feitelson empfiehlt das jedenfalls in ihrem Buch „The Art of Fair Isle Knitting“, und schneller ist es bestimmt auch.

Literaturempfehlungen:

Ann Feitelson – The Art of Fair Isle Knitting

Alice Starmore – ’s Book of Fair Isle Knitting

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2 Antworten zu “Fair Isle Weste

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